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Social Media als Kummerkasten oder auch als Katalysator in der Wirtschaft
Verbraucher reden miteinander – früher eher von Angesicht zu Angesicht über den Gartenzaun, heute eher online und lokal völlig unbegrenzt. Fast jeder hat schon einmal vor einer größeren Anschaffung oder einer Reise online Bewertungen gesucht, Hotelkritiken gelesen, Foren dazu besucht, Testergebnisse angerufen, Erfahrungswerte und –berichte hinterfragt.
Die Wirtschaft sollte dieses Potenzial nicht nur nicht unterschätzen – sie sollte es vielmehr in ihrem Sinne nutzen. Online-Shopping wird weltweit immer mehr genutzt. Sind Kunden besonders zufrieden oder gerade total frustriert, machen sie ihrer Freude oder ihrem Unmut über Service, Leistungen, Qualität oft in sozialen Netzwerken Luft. Das geschieht primär in den eigenen Netzwerken, Beschwerde-Postings auf den Unternehmensseiten oder die Kontaktaufnahme zu Service-Centern sind rückläufig.
Eine Forschungsgruppe von Tealeaf hat Online-Beschwerden von Nutzern untersucht und herausgefunden, dass Kundenunzufriedenheit zunehmend in Blogs oder Online-Communities kommuniziert wird. 2008 wählten 6 Prozent der Verbraucher diesen Weg, mittlerweile sind es 12 Prozent.
Im Zuge der Wirtschaftskrise und damit einhergehender geringerer Budgets erfährt der Online-Handel mehr Zulauf, der bessere Überblick und vor allem ein exakterer Preisvergleich sind dabei entscheidende Argumente. Dieser Entwicklung sollte seitens der Unternehmen also unbedingt in der Kommunikationsstrategie Rechnung getragen werden.
Massiver Stellenabbau: bei der Bundeswehr bejubelt – bei Karstadt herrscht Empörung
Es soll wohl den Anschein machen, als sei die Verschlankung der Bundeswehr eine freiwillig initiierte, weil notwendige Maßnahme. De facto ist es aber eine Truppen-Rationalisierung nach Kassenlage. Die Marschrichtung – das Einsparen von 8,3 Mrd. – wurde vorgegeben und was liegt da näher, als die schon so oft angedachte, aber nie auf den Weg gebrachte Umstrukturierung der Bundeswehr anzuschieben? Ein Stellenabbau in dieser Größenordnung würde in der freien Wirtschaft zu einem Aufruhr führen – in Bezug auf die Bundeswehr jedoch nicht, da wird es ganz und gar als Wundermaßnahme gefeiert.
Ohne Frage ist eine solche Verkleinerung dringend notwendig, aber doch nicht unter irgendeinem Deckmäntelchen, sondern weil sie eben überfällig ist: zwei Dienstsitze für ein Ministerium, ein riesiger Verwaltungsapparat, eine immer wieder diskutierte Wehrpflicht, die suboptimale Struktur in Hinblick auf die Entwicklung zur Armee im Einsatz.
Jedoch darf der Umbau auf keinen Fall zu einer Sicherheitspolitik nach Kassenlage führen. Es soll gespart und es müssen neue Strukturen geschaffen werden. Aber es darf nicht sein, dass die Armee im Einsatz ist und die Soldaten vor Ort nicht optimal ausgerüstet sind, weil das Geld fehlt. Es muss und soll verkleinert werden – auch um das, was geleistet wird, vernünftig leisten zu können.
Im Prinzip schon jetzt präventiv Krisenkommunikation betreiben
Wenn man also nun den Schritt von der Wehrpflicht zu einer Freiwilligenarmee geht, muss klar sein, dass der Personalgewinnung von nun an vielmehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Da darf es wohl kaum passieren, dass potenzielle Soldaten den Eindruck gewinnen, ihr Dienstherr würde keine klare Linie verfolgen. Die Debatte um eine Zulagenkürzung, dann wieder das Versprechen, jene zurück zu nehmen und nun letztendlich doch nicht zu diesem Wort zu stehen, dient nicht gerade der Vertrauensbildung.
Neue Medien als sinnvolles Hilfsmittel bei der Trauma-Therapie
Seit Mittwoch geistert eine Zahl durch die Medien: Von Januar bis September diesen Jahres wurden bereits 480 deutsche Soldaten wegen PTBS in Folge von Auslandseinsätzen behandelt. Das sind schon jetzt mehr als im gesamten Vorjahr (466), 245 waren es 2008, 149 im Jahr 2007. 80 Prozent der Betroffenen dienten in Afghanistan. Darüber hinaus jährt sich der Selbstmord in Folge einer schweren seelischen Erkrankung von Nationaltorwart Robert Enke.
Ja, viele sind sensibler geworden, was diese Themen angeht. Mehr und mehr rücken psychische Erkrankungen und somit auch posttraumatische Belastungsstörungen in den Fokus. Seit den zunehmenden terroristischen Ausschreitungen sind sie immer wieder in den Medien. Flashbacks, innere Erstarrung, Vermeidung aller Erinnerungen, sozialer Rückzug und sogar Persönlichkeitsveränderungen werden zuerst als normale Symptome und Reaktion auf das Erleben einer meist lebensbedrohlichen Situation empfunden: Terror, Krieg, Gefangenschaft, Missbrauch und Gewalt, Unfälle und Naturkatastrophen.
Eine Hochrisikogruppe sind gewiss Soldaten.
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Umdenken von Führungskräften durch Social Media?!
Einzug von Social Media in Unternehmen erfordert Umdenken von Führungskräften
Auch die aktuelle Studie “Führungskräfte & Wirtschaft im Web 2.0″ beweist, dass Social Media die Unternehmen längst erreicht hat. Selbst wenn Unternehmen noch nicht selbst aktiv auf diversen Plattformen sind, passiv sind sie online längst Thema – durch die Kommunikation von Kunden, Mitarbeitern, Medien, Partner- oder Konkurrenzunternehmen. Jedes einzelne Posting über ein Unternehmen kann dessen Online-Reputation beeinflussen – im positiven wie im negativen Sinne.
Facebook, Youtube, Xing, LinkedIn und ähnliche soziale Netzwerke haben erheblichen Einfluss auf die Arbeit der Führungseben: die Personalsuche, betriebliche Abläufe und Kommunikationsstrategien werden tangiert. Social Media erfordert ein Umdenken der Führungskräfte. Zukünftig muss um ein Vielfaches mehr darauf geachtet werden, dass Inhalt bzw. Versprechen und Verpackung bzw. Leistung stimmig sind.
Sämtliche Informationen und auch kritische Feedbacks sollten als klare Handlungsaufträge verstanden werden, um gezielt Verbesserungen zu erreichen. Das gipfelt in Erhöhung der Mitarbeiter-Zufriedenheit, der Optimierung der Online-Reputation, dem Gewinn neuer und der Befriedigung vorhandener Kunden oder der Produktverbesserung.
Ein Buch über Twitter im Regal...
... zu haben ist wie ein Foto vom Wagenheber in den Kofferraum zu legen?
Es gibt schon Bücher über Twitter. Meist sind das von mehr oder weniger selbst ernannten Experten geschriebene Einführungsbücher. Das war so lang von Interesse, wie Twitter ein neues Phänomen war und es noch Neues zur Handhabung zu berichten gab. Solche Experten und ihre Ergüsse werden also vermutlich genauso wieder verschwinden wie Nutella-auf’s-Brot-schmier-Experten und ihre Werke, die es gewiss auch gab, als Nutella gerade frisch erfunden worden war.
Das in diesem Jahr erschienene Buch „Twitter – das Leben in 140 Zeichen“ will kein Handbuch sein, also nicht die Pflicht, sondern vielmehr die Kür. Die besten, schönsten, witzigsten und großartigsten Tweets finden sich hier. Die Autoren veranstalten seit 2008 regelmäßig Twitterlesungen. Dort werden immer nur Tweets vorgetragen, die zwischen den vierteljährlichen Twitterlesungen anfallen. Im Laufe der zehn Veranstaltungen hat sich so die unfassbare Summe von 2.000 grandiosen Tweets angesammelt. Allesamt als die besten Tweets ihrer Zeit ausgelobt. Diese wurden wiederum in endlosen, redaktionellen Skypekonferenzen wiederum besprochen und aussortiert.
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